Klick oder die Tretmine ist explodiert

Veröffentlicht: 27. Juni 2012 in Verzweiflung
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Plötzlich hat es geknallt, die Explosion hat einfach alles weggerissen. Ich stehe verbrannt in zerissenen Kleidern vor den Trümmern. Keine Sirenen, kein Rettungswagen, keine Feuerwehr.

Ich versuche einzelne Teile aufzuheben, sehe die Scherben an…

Was ist passiert, was hat diese Katastrophe ausgelöst, …?
Kann aus diesen Trümmern wieder ein Stadt werden?

Wo war der Zünder, hat die Bombe getickt, ist eine Rakete mit Schallgeschwindigkeit eingeschlagen?

Es gibt die Stille die gut tut, Schweigen das heilt…
Es gibt die Stille über den Gräbern…

Was ist passiert?

 

Kommentare
  1. Rosalie sagt:

    Das tönt dramatisch! Es fühlt bzw. hört sich so an, als ob Du das Gefühl hast, auf den Trümmern Deines Lebens zu stehen und von allen verlassen worden zu sein. Enya? Oder die Reisende? Oder Deine Familie? Ich kann die Kryptik nicht entschlüsseln…

    Ich wünsche Dir den Mut und die Kraft, diese Katastrophe durchzustehen! Vielleicht muss man zuerst ganz unten sein und am Boden aufschlagen, um wirklich ganz von vorn und neu anfangen zu können. Leider…

    Herzlich,
    Rosalie

    • 1964er sagt:

      Ich stehe vor Trümmern – nicht meines ganzen Lebens aber ein für mich sehr wichtiger Teil ist explodiert. Ich soll die Katastrophe ausgelöst haben, weiß aber leider nicht was der eigentliche Zünder war.
      Ganz langsam fühle ich mich nach unten durchgereicht – irgendwie komme ich da durch.

      Die Kryptik habe ich sehr bewusst gewählt und will auch nicht zu einer Erhellung beitragen.
      Da ich im Puzzeln zwar nicht der Beste bin, wenn es mir aber wichtig ist sehr viel Geduld habe, hoffe ich darauf aus dem Porzellan mal wieder ein Gefäß zu kitten.

      • Rosalie sagt:

        Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man die Scherben mit viel Geduld, Zeit, Behutsamkeit und Vertrauen wieder zusammenkitten kann und es ist möglich, dass ein Gefäss entsteht, das tiefer und wertvoller ist als das Intakte es je war und man wird es fortan sorgfältiger behandeln, weil man weiss, dass es fragil ist und wie weh es tut, wenn es zerbricht…

      • 1964er sagt:

        Das ist es nach was ich mich sehne. Danke Rosalie.

  2. gitti sagt:

    ….immer wieder im laufe meines lebens hab ich mich gefragt…will ich kitten?….will ich es nicht ganz einfach sein lassen…die scherben sind scherben…..sie werden nie wieder ein ganzes ohne risse..

    • 1964er sagt:

      Liebe Gitti
      Ja, ich will kitten! Wie manche antike Vase erst durch ihre Sprünge interessant wird, so ist es doch auch mit dem Leben. Wenn wir nicht lernen die Narben, die Risse, die Wunden die im Leben entstehen als elementaren Teil der Persönlichkeit zu akzeptieren, werden wir krank.
      Ich habe nicht vor davon zu laufen, auch mit diesem Schmerz und dieser Narbe will ich leben lernen – und das Beste daraus machen. Das macht mich doch zu dem was ich bin!

  3. morgenrot sagt:

    Ich kenne das. Worte und Tun, falscher Augenblick oder falsch interpretiert, anders gemeint, liebevoll gedacht, werden aus dem Nichts heraus zum trigger. Und man weiß nicht warum, erkennt den Schlüssel nicht oder zu spät, weil es für einen selbst keiner ist. Und nur reden hilft dann…

    • 1964er sagt:

      Liebe Morgenrot
      Du triffst den Nagel auf den Kopf, Du bringst mich auf einen Gedanken – wenn ich es nicht versuche weiß ich auch nicht ob es funktioniert. Ich überlege mir heute noch wie ich das mit Deinem letzten Satz am Besten anstelle – „Und nur reden hilft dann…“.

  4. morgenrot sagt:

    Ich wünsche dir das richtige Gespür dafür …

    • 1964er sagt:

      Wenn Du wüßtest was Du für mich getan hast! Irgendwann, dann wenn es passt poste ich es hier. Und ich werde nicht vergessen wer mir geholfen hat.
      Danke!

  5. […] … ergänzt am 12-07-2012:                                                                                                              “Ich kenne das. Worte und Tun, falscher Augenblick oder falsch interpretiert, anders gemeint, liebevoll gedacht, werden aus dem Nichts heraus zum trigger. Und man weiß nicht warum, erkennt den Schlüssel nicht oder zu spät, weil es für einen selbst keiner ist. Und nur reden hilft dann…”                                                                                             (morgenrot 01-07-2012 bei 1964er “Und die Tretmine explodiert”)  […]

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