My Way – weiblich, französich

Veröffentlicht: 8. März 2013 in Aktuelles, Leben, Rückblick
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In den letzten Tagen erlebe ich die ganze Hässlichkeit die eine Trennung mit sich bringt. Erniedrigung, Demütigung, Abkehr …

Es war mir klar, dass es nach so vielen Jahren nicht einfach wird – das Schlimmste für mich ist mittlerweile nicht die Trennung von meinem alten Leben in dem ich so schön eingerichtet vor mich hin gedöst habe. Das bequem und langweilig war.

Das Schlimmste ist dass ich mich mittlerweile bei dem Gedanken ertappe wie ich mich so täuschen konnte. Wie geht das? Gestern noch „ich liebe Dich“ und heute Vernichtungsfeldzug? Was passiert da, welches Recht hat sie unsere Kinder zu instrumentalisieren?

Es fällt mir an manchen Tagen schwer das zu sagen, aber es ist so:

Ich bereue nicht

… dass ich sie geliebt habe,
… dass ich mit ihr zwei wundervolle Kinder gezeugt habe,
… dass ich mit ihr viele wundervolle Jahre erlebt habe,
… dass ich mit ihr eine Existenz geschaffen habe, die wir uns nicht zu träumen gewagt haben
… dass ich mit ihr alt werden wollte
… dass ich mit ihr unsere Ehe doch noch retten wollte
… dass ich mich am Ende von ihr getrennt habe

Ich gebe gerne zu, ich hab mir heut Abend den Film über diese verstörende Frau, diese großartige Sängerin angesehen, deshalb auch jetzt dieser Post mit diesem Lied – und das aus ganzem Herzen

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Kommentare
  1. Warum ist das oft so? Warum kann man nicht in Freundschaft auseinander bzw. weiter miteinander umgehen? Ich kann mir das nur so erklären, dass man IN DER BEZIEHUNG schon lange nicht mehr wirklich miteinander geredet hat und die Trennung dann als harter Schnitt kommt, wenn „das Fass überläuft“. Da ist dann viel Unausgesprochenes auf dem „Beziehungskonte“, die Trennung ist Befreiung und Vergeltung gleichzeitig – oder?

    • 64er sagt:

      Es war tatsächlich so, dass meine „Sprachlosigkeit“ einer der wesentlichen Gründe für die Trennung war. Sie hat die Wendung nicht verstanden, konnte nicht damit umgehen als ich über die Probleme unserer Ehe sprechen wollte.
      Ich war innerlich bereit auch den finalen Schritt zu gehen, war mir sicher, dass eine Trennung besser als ein weiteres Leiden wäre.
      Die Situation spitzt sich leider immer mehr zu. Es sind jetzt 11 Monate vergangen und die Aggressivität steigt von Tag zu Tag.

  2. morgenrot sagt:

    Ich verstehe auch nicht, wie man die Kinder instrumentalisieren kann. Für sie ist es schwer genug, zu verstehen und nicht das Gefühl zu haben, Partei ergreifen oder ihre Liebe aufteilen zu müssen oder nicht zeigen zu können, um nicht ein Elternteil zu verlieren oder zu verletzen. Sie sind auch so hin- und-hergerissen und überfordert. Da bedarf es beide Eltern, dies abzuschwächen und aufzufangen, losgelöst von der eigenen Befindlichkeit. Aber es ist wohl das einfachste Mittel, seinen Ex-Partner schmerzvoll zu verletzen, Vergeltung zu üben oder „Rache“ für eigene Verletzungen, Verzweiflung, Tränen und Wut zu nehmen. Ich wünsche dir, dass du es für deine Kinder schaffst, die Aggressionen abzufedern. lg morgenrot

    • 64er sagt:

      Danke für Deine Worte. Ich weiß, dass ich in dem Konflikt nicht fehlerfrei bin. Wahrscheinlich verletze auch ich sie mit unbedachten Worten. Leider habe ich immer mehr den Eindruck, sie will verletzen, „heimzahlen“. Sie weiß, dass sie mich am ehesten und am wirksamsten über die Kinder trifft.
      Ich hoffe so sehr, dass dieses destruktive Verhalten bald zu Ende geht und die Kinder stark genug sind.

  3. Zu jeder üblen Auseinandersetzung gehören immer zwei! Es ist UNMÖGLICH, Krieg zu führen, wenn eine der Parteien den Kampf verweigert.

    Das ist meine Lebenserfahrung in fast 6 Jahrzehnten. Andrerseits kenne und verstehe ich auch die Radikalität jeglicher Kriege: wenn schon, denn schon….

    “ Leider habe ich immer mehr den Eindruck, sie will verletzen, “heimzahlen”. “

    Wenn dem so ist, warum fragst du dich nicht, was du dazu beigetrage hast, dass sie erst jetzt „heimzahlen“ will, anstatt sich im jeweiligen Interessenskonflickt im Lauf der Beziehung entsprechend zu äußern?

    Andrerseits ist man natürlich auch machtlos gegenüber Menschen, die immer nur den Anderen für eigene Defizite verantwortlich machen. Ob deine Ex so jemand ist, kann ich aber nicht beurteilen.

    Jedenfalls würde ICH es nicht einfach nur hinnehmen, wenn ich merke, dass beim Gegenüber die Aggressivität mir gegenüber steigt! Da müssen m.E. Initiativen zur „Aufarbeitung“ gestartet werden – selbst inszeniert oder zur Not mit Hilfe Dritter.

    • 64er sagt:

      Die Hilfe Dritter hat es gegeben, wenigstens den Versuch. Die sehr erfahrene Therapeutin hat das Ganze abgebrochen, weil sie nicht bereit war sich mit ihrem Verhalten zu beschäftigen.

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