Enya oder Wunder haben einen Namen

Veröffentlicht: 8. April 2013 in Aktuelles, Leben
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„Schatz da ist das Meer!“ Losgefolgen waren wir im kalten Deutschland. Sogar Schneefall war angesagt für den Tag, wir waren auf dem Weg, auf dem Weg in unseren Urlaub und auf dem Weg zu uns. Als die Wolken das erste Mal aufrissen waren wir über dem Mittelmeer. Enya war begeistert von der Aussicht und ich hab eine von vielen Glückstränen an diesem Wochenende verdrückt.

Wenige Stunden später waren wir vollständig eingetaucht in die Gastfreundschaft der Menschen, wenige Stunden später schlenderten wir durchs gotische Viertel, bewunderten die Farben und spürten den Regen des ersten Tages nicht mehr. Wir durchstreiften enge Gassen, staunten über das plötzliche Licht auf den Plätzen.

Dann lauschten wir den Ausführungen der Stimme aus den Kopfhörern im Bus der uns rund um die Stadt chauffierte, bestaunten die Wunder die diese Stadt zu bieten hat. 013Als wir uns am späten Nachmittag im Hotel wieder aufwärmten erzählten wir uns, begeistert wie kleine Kinder, von den Erlebnissen die wir gemeinsam hatten. Enya lag in der Badewanne, heißes Wasser wärmte ihre durchgefrorenen Glieder – schließlich „mussten“ wir die vorangegangene Fahrt auf dem Oberdeck des Busses genießen. Die Sicht ist so viel besser, als im Bauch der Doppeldecker, 10°C sind aber auch in Barcelona auf die Dauer empfindlich kalt. Nach der Wanne wurden sie an ihren geschwächten Körper erinnert. Schwer atmend lag sie eine Weile auf dem Bett und ich neben ihr, schweigend musste ich ihre Schmerzen erleben, durfte für sie da sein, konnte ihr mit meiner Nähe ein wenig Linderung verschaffen.

Später saßen wir gemeinsam an einem kleinen Tischchen an der Bar unseres Hotels. Enya erzählte mir ihre bisher verborgene Geschichte, ließ mich teilhaben an Zeiten und Erlebnissen die sie bisher nur ganz wenigen Menschen offenbarte, schenkte mir ein tiefes Vertrauen. Ich habe so vieles von Ihr erfahren und dabei so viel verstanden, bin dankbar, dass ich die ganzen schweren Momente die es in der Zeit mit ihr gab durchgehalten habe, dass mich meine Liebe zu ihr immer in ihrer Nähe gehalten hat.

Die Rambla – 023Leben, Menschen, Farben, Formen. Eigentlich wollten wir nur einmal Richtung Hafen schlendern. Am Ende haben wir die Sonne, das Leben, das Lachen fast sechs Stunden förmlich aufgesogen, saßen am Mittag in einer Straßenkneipe und genossen ein kaltes Bier. Ich habe bisher nie begriffen was mit „Entschleunigung“ gemeint ist – jetzt  habe ich es zusammen mit der wunderbaren Frau an meiner Seite erlebt. Wir haben uns verführen lassen von einer Leichtigkeit und uns einfach treiben lassen, dort durch die Markthalle, hier von einem Scherenschnittkünstler, Straßenkünstler haben uns beeindruckt, die lebenden Statuen zum Lachen gebracht.

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Zufrieden und voll von Eindrücken haben wir uns am Abend schick für ein schönes „Dinner“ gemacht. Wir haben es so genossen, den Abend in Eleganz zu erleben.

Im Laufe des Abends haben wir uns über unsere gemeinsame Geschichte unterhalten, Enya hat mir erzählt, dass sie am Tag meiner „Liebeserklärung“ große Angst vor dem Ende unserer Freundschaft hatte. Wie sie in den Wochen die sie mir zum Nachdenken aufgezwungen hatte immer wieder mit einem Ende gerechnet hatte. Welche Erleichterung meine SMS nach der „verabredeten“  Zeit  in ihr ausgelöst hat. Ich habe ihr berichtet wie sich aus meinem Schwärmen Liebe entwickelt hat – welches Ereignis mir Klarheit in meine Gefühle gebracht hat, wie ich nach der „Denkpause“ unter der ersten Krankheitspause gelitten habe. Habe ihr davon erzählt wie plötzlich in meinem Kopf ein Selbstläufer entstanden ist, wie ich im Herbst nach ihrem letzten Krankenhausaufenthalt plötzlich fast zwanghaft eine Partnerschaft ein Zusammenleben mit ihr erzwingen wollte…

Wir haben unsere Freundschaft, unsere Liebe oder wie auch immer man unsere Gefühle füreinander nennt, gefeiert.

Am Sonntag haben wir den ganzen Tag die Sonne genossen – sind durch den nahen Zoo geschlendert haben die Familien mit ihren Kindern beobachtet. Sind am Strand in der Sonne gesessen, haben die Füße ins Wasser gehalten.

Als das Flugzeug seine Abschiedsrunde über diese großartige Stadt gemacht hat waren wir beide unendlich glücklich.

Das schönste Geschenk das mir diese wunderbare Frau gemacht hat – die Fortsetzung dieser Zeit mit ihr. Ein neuer Urlaub, ein weiteres Barcelona, nicht irgendwann…

Kommentare
  1. […] Treiben durch die Zeit, von anderen durch mein Leben – noch kein richtiger Plan, kein Ziel. Hab mich mal an und mit Jana abreagiert und dann wieder an Barcelona gedacht. […]

  2. […] Seit diesem Eintrag habe ich mit Enya ein wundervolles Wochenende genossen, aber das ist eine andere Geschichte. […]

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