Frau Frechdachs oder es war einmal

Veröffentlicht: 13. Juli 2014 in Aktuelles, Leben
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20 Jahre – ich hatte ganz schön Respekt vor dem Altersunterschied. Doch von vorn, am 17. Mai sagte mir mein Postfach, dass da Post ist. Eine junge Frau deren Blog ich erst wenige Tage vorher entdeckt hatte und deren Geschichten mich gefesselt und gleichzeitig auch erschreckt haben, hatte begonnen sich durch mein Leben in diesem Blog zu kämpfen und mir deshalb geschrieben.

Zuerst waren da ein paar Mails zum Blog, dann passierte etwas was mich nicht mehr los gelassen hat. Selbst Vater weiß ich wie man sich fühlt wenn die Kinder krank werden, das was Frau Frechdachs passierte ist aber so unbeschreiblich, dass ich nicht anders konnte als mich immer mehr auf diese Frau einzulassen. Aus dem anfänglichen Gefühl sie irgendwie unterstützen zu müssen, entstand langsam eine immer tiefer werdende Vertrautheit. Sie erzählte aus ihrem Leben, lies mich teilhaben – irgendwann wurde ich zur besten Freundin erklärt.

An diesem Wochenende dann die Fahrt in diese märchenhafte Stadt, ein bisschen umsehen, die Atmosphäre aufsaugen – ja ich fühle mich wohl hier. Dann wird es Zeit, je näher der Moment des Treffens  rückt desto aufgeregter werde ich.

Wie wird das wohl, bin ich nicht doch zu alt für so was? Für was eigentlich? Es ist doch das Normalste der Welt Menschen kennen zu lernen.

Dann kommt sie die Straße entlang, hab sie vorher noch nie gesehen und doch, ist es ihr Gang, ihr Blick? Da kommt Frau Frechdachs!

Hunger, nicht nur Du beste Freundin, vorsichtig tasten wir uns aufeinander zu. Ihre Augen blitzen immer wieder, ich spüre dass der Spitzname genau passt. Nach dem Essen genießen wir den lauen Abend, flanieren Arm in Arm durch einen schönen Park. Eine Hochzeit, alle Liebeslieder von Pur in einem Medley. Ich spüre immer mehr wie die Vertrautheit wächst, auf einmal spielt es wirklich keine Rolle mehr wie alt…

Sie ist es, umarmt mich, küsst mich – Vertrauen auch im wirklichen Leben

Viele Stunden später verabschieden wir uns voneinander, glücklich und wissend, dass es richtig ist einander zu kennen, dass wir uns vertrauen können, dass wir uns wiedersehen wollen.

Fast könnte man damit enden – und wenn sie nicht…

Kommentare
  1. wenn sie nicht ….. ?

    • 64er sagt:

      Es gibt eine Erzählform die beginnt in unserem Sprachkreise oft mit: „Es war einmal…“ und endet mit „und wenn sie nicht…“
      Der wesentliche Unterschied zu meiner Erzählung ist – meine Geschichte ist zwar märchenhaft, aber keine Dichtung.
      😉

  2. achso, verstehe, danke

  3. dorianblogg sagt:

    Sehr schöne Kennenlerngeschichte 🙂

    • 64er sagt:

      Danke – es war auch ein sehr schönes Kennenlernen – das Schönste daran ist, dass das Kennenlernen mit Frau Frechdachs auch heute noch immer wieder schöne Überraschungen parat hat.

      Ähm – jedes „schön“ gehört genau da hin wo’s steht 😉

  4. […] Alleine im Auto, die Rückfahrt ins Hotelzimmer gibt mir ein wenig Gelegenheit das Geschehene Revue passieren zu lassen. Ein lauer Sommerabend führte mich mit Frau Frechdachs auf diese Treppe. „Sie ist es, umarmt mich, küsst mich – Vertrauen auch im wirklichen Leben.“ Damit endet der erste Teil des Abends. […]

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