Liebster Award (Teil 1)

Veröffentlicht: 24. Juli 2016 in Gedanken, Leben
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Frau Frechdachs hat mir am Ende ihres „Liebster Awards“ 11 Fragen gestellt. Diese sind nicht nach dem Strickmuster des „klassischen Liebster Awards“. Die Antworten gibt’s auch, aber das hatten wir schon mal.

Als ich begonnen habe mich mit der Beantwortung der Fragen zu beschäftigen, habe ich festgestellt, dass da doch so manches Tricky ist. Aber wie ging der „kaiserliche“ Satz: „Schaun mer mal…“

In welcher Situation wolltest du das letzte Mal einen anderen Menschen auf den Mond schießen?

Das passiert mir ständig, ernsthaft. Ich bin nun mal ein sehr emotionaler Typ. Auch wenn ich mich in meinem Auftreten häufig ganz gut kontrollieren kann. Wenn ich wütend bin sieht man mir das wohl ganz gut an. Allerdings schieße ich die Rakete nie ab.
Es gibt nur zwei Menschen die wohl nie wieder einen Weg zurück finden können.

Wann und wie hast du dich das letzte Mal geirrt?

Du meinst nicht solche Situationen wie Vertippen oder solche alltäglichen Banalitäten. Ich glaube das letzte Mal war als ich dachte die Freundschaft zwischen Dir und mir ist tatsächlich beendet. Zuerst dachte ich, ich hätte mich in Dir geirrt und Du bist gar nicht der Freigeist für den ich Dich halte. Das war als Du Dich in Deiner Partnerschaft versklaven lassen hast. Tja, dass da ein doppelter Irrtum vorliegt habe ich hier beschrieben.

Würdest du für einen geliebten Menschen auf einen anderen Kontinent ziehen und hier alles zurücklassen?

Jetzt beginnen die Konjunktiv-Fragen, ich mag das nicht! Dir ist schon bewusst, dass „würdest Du“ mit „willst Du und tust es dann doch nicht“ übersetzt wird?

Ich kann mir vorstellen für jemanden den ich sehr liebe mein Leben an einem neuem Ort zu leben. Ich kann mir vorstellen, dass ich dabei Materielles zurücklasse. Ich kann mir nicht vorstellen Menschen zurück zu lassen. Ich bin mir darüber bewusst, dass Beziehungen zu anderen Menschen einer ständigen Veränderung unterliegen und man sich genauso wieder voneinander entfernen kann, wie man sich angefreundet hat.

Was würdest du/was hast du bei der Erziehung deiner Kinder anders gemacht im Gegensatz zu deinen Eltern?

Ein wesentlicher Unterschied ist die Trennung. Meine Eltern waren bis zum Tod meines Vaters ein Paar und insofern ist das schon ein entscheidender Unterschied.

Sonst habe ich nicht sehr viel anders gemacht. Meine Eltern haben versucht uns zu Fördern eigenständige Persönlichkeiten zu werden, die ihre Stärken herausfinden können und ihre Schwächen akzeptieren. Die Leitplanken die sie dabei setzten waren der Zeit entsprechend, aber weiter auseinander als bei der breiten Masse. Ein wesentlicher Erziehungsgrundsatz war „Respekt“.

Das sind hoffentlich auch die Einschätzungen die meine Kinder in ein paar Jahren über ihre Erziehung abgeben.

Was bedeutet BDSM für dich?

BDSM ist eine Möglichkeit mit einer Partnerin die sogenannten dunklen Seiten der Seele zu erleben, manche nennen es vielleicht auch Urinstinkte. Zerlegen wir aber zunächst mal das Schlagwort…

B für Bondage – ich hab Spaß an Fesselspielchen um beim Sex meiner Partnerin das Gefühl zu geben völlig ausgeliefert zu sein und weil ich den Kick liebe, dass sie wehrlos ist. Allerdings finde ich keinen Zugang zu den ganzen „Seilchentricks“ und Shibari und Kinbaku finde ich so erotisch wie Suhsi.

D für Dominanz – ja ich bin gern der Dominante. Ab und an lass ich mich auch führen und „unterwerfe“ mich den Ideen meiner Partnerin

S und M für Sadismus und Masochismus – Konventionen fallen lassen und Lust erfahren von der man immer glaubte, dass es sie nicht gibt. Ich habe Lust auf die Lust die im und durch Schmerz erlebt wird.

Als ich mit meiner damaligen Freundin Unut den wilden, hemmungslosen Sex hatte, dachte ich nie an BDSM. Allerdings war es genau das. Wir sind unseren Instinkten gefolgt und haben Konventionen über Bord geworfen.

Nach Unut begann die Zeit in der aus dem Tiger die Stubenkatze geworden ist.

Heute versuche ich mich an meine Grenzen heranzutasten. Dabei waren die Erlebnisse mit Jana ein weiterer Weckruf. Dadurch teste ich mittlerweile die Grenzen ungehemmter und erlebe wie Partnerinnen am Schmerz Lust empfinden.

Grundsätzlich trage ich aber BDSM nicht wie ein Dogma auf der Stirn!

So demnächst geht’s weiter mit Teil 2

Kommentare
  1. Mmmmh, Sushi…
    Schön, dass du dich trotz Abneigung an die Konjunktiv-Frage gemacht hast 🙂

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