Die Schatzfindung

Veröffentlicht: 25. Januar 2017 in Aktuelles, Leben
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Im Keller ist’s saukalt. Wühlen in meiner Sammelwut, mittlerweile gefühlt den millionsten Karton mit Altpapier gefüllt. Ein Bruchteil nur wird fein säuberlich in die beschrifteten Kartons gestapelt und zwischengelagert. Weiterräumen, Regale voller alter Staubfänger, Bücher, Zeitschriften, Kartons mit alten Computer CD’s. Wie soll ich da nur durchkommen? Noch mal so ein Kartönchen, aufmachen, reinschauen, wegwe…

Das haut mich um!

Der Karton ist voller Briefe! Die gibt es alle noch!? Briefe von Su, meiner Liebe mit 17/18, Briefe von Dir und Dir.

Briefe von Unut!

Ich beginne zu lesen, zu lachen, zu weinen.

Wühle weiter, da ist noch eine kleine Schachtel, Briefe von Yoko meiner Exfrau. Es war ihr immer wichtig, dass diese Briefe nicht bei denen der „Verflossenen“ landen. Zwischen Büchern finden ich den größten Schatz. Eine „Detektivgeschichte“ die Unut aus einer Wanderung in den hohen Bergen gemacht hat. Ein paar Seiten Tonpapier, mit Wollfäden gebunden, Bilder von damals…

Heute habe ich Unut geschrieben.

In den nächsten Wochen will ich alle lesen. Hin und wieder, werde ich ganz Besonderes in Ausschnitten in diesem Tagebuch wieder zum Leben erwecken. Dann und nur dann, wenn mich das was ich finde so berührt, dass aus dieser Vergangenheit ein Stück meiner Zukunft werden kann.

 

 

Kommentare
  1. Das ist ein wunderschönes Prinzip: wenn „aus dieser Vergangenheit ein Stück meiner Zukunft werden kann“! (Und ich stelle gerade fest, dass ich auch mal eine Kiste mit Briefen hatte, aber im Moment überhaupt nicht wüsste, wo die gelandet ist. Nicht dass ich das Bedürfnis verspüren würde, sie noch einmal zu lesen. Aber es erstaunt mich, dass ich gar nichts über ihren Verbleib weiß.)

    • 64er sagt:

      Unsere Vergangenheit hat uns zu den Menschen gemacht die wir heute sind. Aus unseren Erlebnissen und unserer Erfahrung gestalten wir unsere Zukunft. Manchmal passiert etwas das einem die Vergangenheit so nahe bringt als wäre es die Gegenwart.

  2. Es ist doch schön, so ein Stück Erinnerung wieder zu finden. Hab ganz viel Freude an diesen Briefen.

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