Wer ich bin und was mit mir passieren wird…

Veröffentlicht: 6. Dezember 2017 in Gedanken, Leben
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Meistens sind die Videos in meinem Blog am Ende der Beiträge. In den nächsten Posts drehe ich ganz bewusst diese Reihenfolge

Ich sitze hier vorm Spiegel,
Und seh‘ in mein Gesicht.
Ich sehe alles was nicht gold ist, doch nichts anderes bin ich
Wir reden unter zwei Augen,
Ob ich auf meinem Weg bereu
Keine Fahne, keinem Volk verpflichtet
Ich bin nur mir selber treu

Ich wollte nie wie all die Ander’n sein
Ich weiß besser, was ich will
Das entscheide ich allein
Wer ich bin und was mit mir passieren wird, entscheide ich alleine.
Lass Brücken brennen und Herzen glühen
Nie zurück, nur nach vorne gehen

Niemand kann mir diktieren, wohin es für mich geht
Niemand über den Wolken und niemand der hier unten lebt

Ich wollte nie wie all die Ander’n sein
Ich weiß besser, was ich will
Das entscheide ich allein
Wer ich bin und was mit mir passieren wird, entscheide ich alleine
Lass Brücken brennen und Herzen glühen
Nie zurück, nur nach vorne gehen

Niemand außer mir, kündigt dort, und ich sag nirgendwo
Ich denke, mir mein Leben aus und mach das dann einfach so

Ich wollte nie wie all die Ander’n sein
Ich weiß besser, was ich will
Das entscheide ich allein
Wer ich bin und was mit mir passieren wird, entscheide ich alleine
Lass Brücken brennen und Herzen glühen
Nie zurück, nur nach vorne gehen

Nur nach vorne gehen
Nur nach vorne gehen
Nur nach vorne gehen
Nur nach vorne gehen
Nur nach vorne gehen
Nur nach vorne gehen
Nur nach vorne gehen
Nur nach vorne gehen

Written by Sammy Amara • Copyright © Universal Music Publishing Group
Ich hatte von einer Band gehört, Brüller oder so ähnlich. Nichts besonderes dachte ich lange. Als es ums Weihnachtsgeschenk 2016 für Frau Frechdachs ging waren Konzertkarten angesagt. Da sie diese Truppe mag, war das mein Geschenk. Dadurch habe ich mich Anfang des Jahres mit der Band beschäftigt.
1. Musik und Texte haben mich ganz tief drin getroffen
2. die heißen nicht Brüller sondern Broilers
Vor einigen Tagen im Bad, beim Rasieren, Musik, dieses Lied, vorm Spiegel…
Wer bin ich eigentlich? Was bin ich? Wie lebe ich?
Seit ich diesen Blog begonnen habe, hat sich vieles verändert. Ich habe mich verändert, bin nicht stehn geblieben.
Ich habe mir weh getan, habe gelitten, geliebt, getrauert.
Anderen habe ich weh getan, haben an mir gelitten, mich geliebt…
Es gab Zeiten in denen ich mich am Liebsten eingegraben hätte. Ich war dabei mich in mich zurück zu ziehen, glaubte nicht mehr an einen Sinn, hatte kein Ziel, hatte keine Liebe in mir.
Ich habe funktioniert. Bin morgens aufgestanden, zur Arbeit gegangen, abends mehr rat- als rastlos in meiner Bude gehockt. Am Wochenende meistens einen Tag nur auf der Couch verbracht, den Tag rum gebracht. Nichts wollte funktionieren. Habe von den Momenten gelebt die ich durch andere erlebt hatte ohne zu wissen was sie mir damit geschenkt hatten. Nicht einmal mein bester Freund, Frau Frechdachs, weiß von dieser Zeit.
Naja, jetzt weißt Du’s.
Ich glaube es war ein Samstag im Sommer. Mechanisch, weil dadurch wenigstens ein Tag am Wochenende Sinn macht, war ich am Putzen. Dabei läuft bei mir immer Musik. An diesem Tag das Album „Noir“. Der Gitarrenriff lässt mich ein wenig durchatmen.
„… nie wie all die andern sein…“
„…was mit mir passieren wird, entscheide ich…“
Scheiße der Typ hat so recht!
Nach vorne gehn!
Repeat, repeat, die Boxen dröhnen, repeat, repeat.
An diesem Tag habe ich meinen Urlaub gebucht. An diesem Tag bin ich raus, einfach mal wieder los. An diesem Tag habe ich mich dafür entschieden, wieder mein eigener Herr zu werden.
Mir war klar, dass ich nicht mit den Fingern schnipse und alles wird gut. Es ist ein Weg auf dem ich morbiden Gedanken genauso nachgehangen bin, wie ich mein Leben gefeiert habe.
Der Anfang war dieser Urlaub. An Bord des Seglers, in einer Kajüte von vielleicht 6 m² zusammen mit zwei anderen Männern dich ich nicht mal kannte, habe ich soviel Leben erlebt. Ich habe die Kraft der Natur gespürt, wenn der Wind die Segel gebläht hat und unser Boot über die Wellen trieb. Ich habe meinen Körper gespürt, bin abends von der Arbeit an Bord kaputt und glücklich unter den Sternen gesessen und habe so gut wie lange nicht geschlafen. Ich stand an der Reling, ich sehe mich immer noch da stehen, blickte über das Wasser und sah in meine Seele.
Ich hatte mich für mich entschieden – und es nicht bereut.
Ach ja, wie passt das jetzt zum Rasieren vorm Spiegel?
An diesem Spiegel-Morgen habe ich mich entschlossen das letzte Jahr in meinen Worten festzuhalten. Ich will mich immer wieder daran erinnern, wie es geht: „ich denke mir mein Leben aus und mach das dann einfach so“

Am vergangenen Wochenende war ein alter Mann beim Heimspiel der Broilers mittendrin, hat jedes Lied mitgesungen, hat sein Leben gefeiert und wahrscheinlich Tochterkind ziemlich irritiert. Dabei ist mir bewusst geworden, dass Musik und Texte der Truppe die mich da grade rockt, für die Erzählung meiner Geschichte die nötige Poesie und Muse liefert.

In den nächsten Posts wird also mein Aufbruch von den Broilers begleitet.

 

Kommentare
  1. Dein Bericht hat mich sehr berührt. Er wird mich noch lange begleiten, das weiß ich jetzt schon.
    Alles Gute für deinen neuen Weg!

    • 64er sagt:

      Es wird in den nächsten Wochen noch mancher Eintrag in diesem Tagebuch entstehen. Ich will wieder mit mir ins Reine kommen. Ich kann werde es schaffen, wenn ich mich der Scheiße stelle.

  2. […] mit einem Augenzwinkern, aber so hatte ich mich immerhin auch ne Weile gefühlt. So lange bis ich beschlossen habe daran was zu ändern. Mir ging es danach zwar besser, aber verglichen mit jetzt… […]

  3. […] Es ist ohnehin mein Leben, ich schaffe es immer besser mich nicht um Konventionen zu scheren. Ich denke und mache es dann einfach. Besonders beschäftigt mich jedoch der Kommentar von Ella, dem ich nichts hinzuzufügen habe und […]

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