Ekelerregend

Veröffentlicht: 4. September 2018 in Aktuelles
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Spätestens nach dem Tweet der rechten Schergin von Storch gestern Abend kann ich nur noch kotzen über diese unsägliche Vereinigung die sich Partei und auch noch ganz frech „Alternative“ nennt.

Nicht die Konzertbesucher tanzen auf Gräbern, Frau von Storch, sondern der braune Mob tanzt auf den Gräbern der Opfer des dritten Reichs und die Musik dazu wird auf den Versammlungen der sogenannten Alternative für Deutschland gespielt!

Chemnitz, und sag mir jetzt keiner er kann’s nicht mehr hören, Chemnitz ist zu einem Symbol geworden wie stark die Anhänger des dritten Reichs und ihre politischen Führer in die Gesellschaft einsickern und mit ihren subtilen Parolen ihre Ziele verfolgen wollen.

In Chemnitz ist ein Mann getötet, erstochen worden. Dieser Vorfall ist schlimm, eine Tragödie wie jedes andere Tötungsdelikt.
Spielt es eine Rolle woher Täter und Opfer kamen? Es spielt nur dann eine Rolle wenn das Delikt ethnisch motiviert war, die Täter ihr Opfer also aufgrund seiner Herkunft umgebracht haben.

Aus diesem Tötungsdelikt heraus nimmt sich eine Gruppe politisch Radikaler die Legitimation gegen „Ausländer“ zu hetzen. Vermutlich ist in dieser Hetze den Agitatoren nicht einmal bewusst, dass auch das Opfer einen Migrationshintergrund hatte.

Unruhige Abende, beschämende Stunden haben die Menschen in Chemnitz in den letzten Tagen erlebt. Viel ist geschrieben worden über die rechte Gesinnung in den sogenannten neuen Bundesländern. Ja, auch ich habe gezuckt und der Gedanke „schon wieder…“ hat mich beschlichen. Es wäre so einfach, ist es aber nicht.

Vielmehr hat Chemnitz den Aufmarsch der Anhänger des dritten Reiches aus der ganzen Republik und den benachbarten Staaten erlebt (auch tschechische Flaggen wurden bei den rechten Aufmärschen geschwenkt).
Es ist nicht nur zu einfach, es ist auch gefährlich zu denken es handle sich um ein Problem in Sachsen, Mecklenburg oder Thüringen. Erinnern wir uns daran:
Köln, Oktober 2014 – die Stadt die wie keine andere Symbol für Freiheit und Toleranz ist kann sich nicht gegen den rechten Mob wehren.
Frau von Storch, Enkelin des Finanzministers in Nazideutschland ist in Lübeck geboren. Lübeck, eine Stadt die ohne den Handel mit der „Fremde“ ohne „die Ausländer“ nie ihre wirtschaftlich Blüte als Hansestadt erlangt hätte.
Herr Meuthen, aufgewachsen im Essener Arbeitermilieu. Er bekennt sich zum Katholizismus. Jemand der angeblich dem weltumspannenden Katholizismus anhängt, ist gleichzeitig Sprecher und damit politischer Führer dieser Bewegung, die Hass in diesem Land schürt.

#wir sind mehr
Ich wünsche mir, dass sich die Menschen an den Beginn dieser Bewegung erinnern, wenn sie an Chemnitz denken.

#wir sind mehr
Nicht schweigen, Mund aufmachen, Farbe bekennen gegen die braune Trostlosigkeit.

#wir sind mehr
Wissen, dass der Mob morgen wieder marschieren kann mit Fackeln, Gewalt und ausgestrecktem Arm.

#wir sind mehr
Schwören alles dafür zu tun, dass die Anhänger und Nachfahren der Verbrecher des dritten Reiches nie wieder über dieses Land und die Menschen bestimmen.

#wir sind mehr
Freiheit schützen! Wir dürfen nicht aus Angst vor Terror und Gewalt Eingriffe in Freiheit zulassen. Nicht am Bosporus und nicht am Bodensee.

Wer Chemnitz nicht mehr hören kann, verschließt sich den Gefahren und bereitet den Faschisten den Weg!

 

 

 

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Kommentare
  1. Daumen hoch!! Widerwärtig was diese selbsternannten Retter von Demokratie und Heimatland für eine abscheuliche Show abziehen. Besorgniserregend, wie viele sich von denen mobilisieren und instrumentalisieren lassen.

    • 64er sagt:

      Es fängt oft so „bescheiden“ an. Da ist der Bekannte eines Bekannten dessen Nachbar mal von einem…
      Haste gehört?! Das wär mit einem Deutschen…
      Damit wird den Demagogen und Volksverhetzern die Tür geöffnet.
      Dabei vergessen diese Menschen oft den Kollegen, den eigenen Nachbar, den Postboten der so freundlich ist.
      Dabei ist der die Regel, nicht die Ausnahmen. Wo fängt der Fremde an. Wie weit muss seine Heimat entfernt liegen? 10.000 km, 1.000 km, 100 km – wieso nicht 10 km. Wir sind alle Fremde wenn wir irgendwo neu hin kommen.

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