Vom Kobold der die Leine löst

Veröffentlicht: 25. Oktober 2019 in Leben, Träume
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Tja – Gedanken kreisen, Flugzeuge im Bauch und all diese Symptome …

Irgend ein kleiner frecher Kobold hat die Leine der Bestie gelöst. Wenn ich ehrlich bin, will ich die Bestie gar nicht mehr einfangen.
Soll sie doch rennen, dieses Zottelvieh, diese Metapher für alle Liebe die ich in mir trage.

Doch, wie damit umgehen?
Ist es nicht einfach nur absurd?
Ich meine, sie hat grade so ihr drittes Jahrzehnt erreicht und ich (vermutlich) das Bergfest des Lebens längst hinter mir. Sie liebt ihre Stadt, ich bin hier nie angekommen und mittlerweile auch wieder zurück am Rhein. Sie ist meine direkte Mitarbeiterin. Sie sucht Exclusivität und ich kann diese nicht versprechen.

In stillen Momenten denke ich darüber nach, was ich alles für sie … würde, wenn
Heiraten, Kinder – kann ich mir das alles noch mal vorstellen?

Ich hasse dieses „wenn, dann“ – Spiel. Es funktioniert nicht, außerdem wird der Konjunktiv nicht umsonst auch als die vorweggenommene Verneinung bezeichnet.

Das Leben schreibt die Geschichten die es schreiben will und zeigt den planvollen Romanschreibern ihres Lebenswerks, dass der Reiz des Lebens im Unplanbaren begründet liegt.
Ich habe keine Geheimnisse mehr vor Ihr, das Bestgehütete mit ihr geteilt, weil es sich so richtig anfühlt.
Sie schenkt mir eine unerwartete und extrem vertrauensvolle Offenheit.

Tja – (da sind wir wieder am Anfang) vor ein paar Tagen hat sie sich noch einmal umgedreht als sie mein Büro verlassen hat.
Sie hat einen Satz gesagt. 
Schon hatte der ihr Kobold die Leine der Bestie gelöst, die eh schon seit Tagen heftig an ihrer Leine gezerrt hat.

Ich kann nicht genug davon haben in ihrer Nähe zu sein, ich kann mich nicht satt sehen an ihr, ich hasse den Feierabend, ich stehe grundlos auf und gehe in das Büro in dem sie sitzt. Heute früh hab ich mich nur deshalb rausgequält weil ich sie sehen wollte.
Jetzt sitze ich im Büro, versuchte bis eben zu arbeiten doch, aufschreiben, rausschreien, träumen ist richtig!
Ich erwarte nichts von ihr.
Was passiert, passiert, was nicht geschehen wird, geschieht nicht. Klingt fatalistisch? Mag sein, allerdings geht es darum keinen Druck bei ihr aufzubauen.

Es ist ohnehin nicht immer ganz leicht dieses Tagebuch zu schreiben. Kann doch aus jedem Blogpost der über sie von mir geschrieben wird, eine Botschaft verstanden werden.

Ich hab keine Lust meine Bestie zu bändigen!

Ach ja, ich hatte noch einen anderen Song in der engeren Auswahl, den vom Bruno; nur dann hätte ich heute wohl den ganzen Tag nen sentimentalen Dackelblick mit ziemlich nassen Augen aufgesetzt. Deshalb das Lied vom Kobold der die Leine löst!

… und jetzt sollte ich Dich wohl vorwarnen.

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