Flaute…

Veröffentlicht: 2. Juni 2016 in Aktuelles, Leben
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(…) vorübergehende Leistungsschwäche, lustlose Stimmung

Quelle: http://www.duden.de/rechtschreibung/Flaute

Ach so, ähm, nein nicht bei mir und so, sondern im Sinne der Seemannssprache: sehr geringe Bewegung der Luft; Windstille (übrigens, Quelle siehe oben)!

Doch von vorne.

Nachdem jetzt endlich der Ballast weg ist und ich auch innerlich wieder freier werde, habe ich auch wieder begonnen mich zu verabreden. Dabei hat mein Glück mich an SIE geführt. Nach wenigen kurzen Mails haben wir beschlossen uns zu treffen. Nicht einfach so, sondern besonders.

Sie liebt Wasser, Wellen und Wind und ich habe seit Kindesbeinen auch eine Sehnsucht nach der Freiheit unter Segeln. Leider sind meine Künste vermutlich eher dazu geeignet als Torpedo durch die Fluten zu pflügen, aber um das zu ändern gibt’s ja Menschen die versuchen einen in die Geheimnisse des Segelns einzuführen.

Also war das unser Ziel, segeln!

Vor ein paar Tagen war’s dann soweit. Alles fertig gepackt, die Sonne hat traumhaft gescheint, es war ein herrlicher Tag!

DER Tag um IHR erstmalig zu begegnen – dann um 12 die SMS der Segelschule: Flaute am See, Leider müssen wir absagen.

Grrrml

Das war vielleicht Schicksal, Fügung, Karma oder wie auch immer.

Einige Zeit später, ich bin am Treffpunkt. Sie ist vor mir da.

Zurückhaltend begrüßt sie mich, quatsch, sie begrüßt mich wie das „normale“ Menschen tun; mit Handschlag und einem Lächeln im Gesicht. Wieso knutschen eigentlich so viele erste Joyclubdates direkt? Die Flaute ist sichtbar, aufm Wasser. Ruderboote überholen spielend die paar Segler die rausgefahren waren.

Wir beide erzählen von uns, von langen Leben, von Wundern und Enttäuschungen, von Liebe und Schmerz, von Kindern und Eltern. Von den Winden die den  Kurs unserer Leben bestimmt haben.

Wir kommen uns nahe, zuerst im Lachen, Lächeln (dieses Lächeln), Hören und Reden, später mit Haut, Haar und Küssen.

Als ein traumhaft schöner Tag endet und wir die Kellnerin mit hochrotem Kopf zurücklassen bin ich mir sicher – ich will sie wiedersehen, die Seglerin.

 

 

Wenige Tage später sehn wir uns wieder, Vertraut sein, Schritte wagen…

Es ist für uns beide spannend zu erleben was da passiert, kein Ziel kein Zwang

Unser Kurs?  „Der zweite Stern von rechts und dann gerade aus bis zum Morgen.“

Kommentare
  1. Klingt wunderschön. Ich wünsche euch Glück!

    • 64er sagt:

      Danke Dir. Glück ist, dass wir uns begegnet sind, dafür bin ich dem Leben dankbar. Ein Mensch, eine Frau, spannend, vielfältig. Jetzt berühren sich unsere Leben und wir gehen einige Schritte gemeinsam. Ob das eine lange Wanderung wird oder ein kurzer Spaziergang? Ich werde es erleben und genießen.
      Es ist einfach spannend so eine Frau zu erleben.

  2. knipserei sagt:

    Man muss wohl nicht immer segeln – reden reicht manchmal auch.

  3. Herrin Isis sagt:

    Ihr seid bereits eindeutig auf See und lasst euch von den Wellen tragen!

    • 64er sagt:

      Das ist ein schönes Bild, weil Wellen einen manchmal nahe zusammen bringen und dann wieder weiter weg spülen. Man kann untertauchen oder darauf reiten.
      Ich bin sehr gespannt welcher Stern bei Ihr der Zweite von rechts ist und welchen Kurs ich einschlagen werde

  4. Genieß diese Zeit. Stürmisch, aufregend, neu, ruhig, tief und entspannend. Es freut mich, das von dir zu lesen. Saug es auf, nimm es mit, lass dich treiben.

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