in die Stille dröhnt der Himmel

Veröffentlicht: 19. Juni 2016 in Leben
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Ich habe mich tatsächlich mal wieder aufgerafft in den 4-stündigen Kurzurlaub in „meinen“ Thermen.

Wobei ich auf die Thermen bisher weitestgehend verzichte und nur das Saunadorf nutze.

Oft entscheide ich mich für drei in ihrer Intensität stetig steigende Aufgüsse. Das Gefühl der angenehmen Wärme des ersten Aufgusses bis zum nassen Brennen des веник-Ritual am Ende, in Verbindung mit der Entspannung, lässt mich so richtig abschalten, runterfahren, auf das Leben reduzieren.

Ich liege in diesen Entspannungsphasen sehr gerne in eine Decke und den Bademantel eingemummelt, direkt vor diesen riesigen Fenstern mit Blick auf den Rheinpark. Dabei lese ich oft die e-books von Margaux Navara.

Plötzlich, ein Rumpeln, ein Schlagzeugsolo. Der Himmel öffnet seine Pforten, schwarze Wolken türmen sich auf, das Grün der Blätter wird noch intensiver, Bäume biegen sich im Wind. Kein Mensch ist da draußen mehr zu sehen.

Nur noch die Wärme in mir, der Wind vorm Fenster, intensive Farben. Ich denke daran wie so eine Regen verbunden mit diesem Wind alles aufräumt. Der Schmutz und Unrat unserer Welt wird weggeblasen, weggeschwemmt und sammelt sich an wenigen Stellen wo man alles auf eine Schaufel packt und entsorgen kann. Wie ich dieses Schauspiel so vielleicht 10, 15 Minuten beobachte, spüre ich wie in mir genau das passiert. Der ganze Alltagsdreck fällt tatsächlich von mir ab. Jetzt fühle ich MICH!

Ich verabschiede mich von Sturm und Regen und lese weiter ….

Wenn ich gekonnt hätte, wäre jetzt nur die Musik eingebunden (ohne Video).

PS:

Für alle die von den Unwettern der letzten Tage betroffen waren – ich will nichts verharmlosen. Hier geht es nur um meine Empfindungen, geschützt und behütet im Angesicht der Gewalten der Natur.

Kommentare
  1. fifteenfeet sagt:

    Welch ein Glück, dass du diesen Moment erleben konntest – und hier davon schreiben. Man kann nahezu mitfühlen, was du in diesen Minuten empfunden hast.
    Ich mag Gewitter sehr – schließe mich deinem PS allerdings an – und kann deshalb solche Momente auch sehr genießen.

    Danke, dass du uns an DIESEM Wetterspektakel und Entspannen teilnehmen ließest.
    liebe Grüße

    • 64er sagt:

      Ich denke in solchen Momenten oft: ich muss mein Glück laut rausschreien.
      Glück das entsteht wenn sich alles auf das Innerste reduziert!
      Das teile ich nur zu gerne

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