Do kanns nix dofür (wenn do dräums)

Veröffentlicht: 21. März 2012 in Gedanken, Träume
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Es ist alles so einfach ich werde mit meiner Frau sprechen, ich werde ihr schildern was mich von ihr wegtreibt, wie ich Verletzungen erlebe. Ich werde ihr ganz nüchtern erklären, dass ich in meinem Innern die Trennung schon vollzogen habe.

Das ist die logische Folge – Bourani lässt grüßen.

Ich werde eine eigene Wohnung haben, werde meine Freiheit genießen, werde weiterhin mit ihr freundschaftlichen Umgang pflegen. Wir werden die Angelegenheiten die uns beide, die die Kinder betreffen einvernehmlich besprechen.

Das ist alles nur in meinem Kopf.

In Wirklichkeit erkläre ich mir täglich selbst warum jetzt nicht der passende Moment für ein (oder mehrere) klärendes Gespräch ist. In Wirklichkeit habe ich Angst am Schluss alleine da zu stehen. Ich habe Angst davor eine „heile“ Welt in der ich mich eingerichtet habe zu zerstören aber die Welt die meine sein sollte wird es nicht geben.

Ich habe Angst in meine Beziehung mit Enya zu viel Druck zu packen.
Was sind Signale und was ist alltäglicher Sprachgebrauch?

Am Anfang dieses Blogs, vor 18 Monaten und danach, habe ich genau diese Erfahrung gemacht. Ich habe in jede Handlung, in jedes Wort Großes gepackt. Ich habe mit diesem Druck, den ich  mir gemacht habe, die Freundschaft zu einem großartigen Menschen beinahe zerstört.

Genau das will ich bei Enya vermeiden.

Gleichzeitig beschäftigt mich aber der Gedanke zu wenig zu tun. Erst heute habe ich an anderer Stelle beim Surfen durch diverse Blogs dieses Zitat aufgeschnappt: „Als Frau würde man ja gerne ein bischen Interesse spüren“

Gestern Abend habe ich zu einer sehr guten Freundin noch gesagt, dass bei Enya und mir „alles kann und nichts muss“…
Heute beim Frühstück sind mir bei den Gedanken an Sie beinah die Tränen in die Augen geschossen – natürlich hat es mich sehr traurig gemacht, dass Enya unser Date verschieben musste!
Ich hätte schreien können, mir ist so schlecht geworden, dass ich jetzt weiß warum man sagt „ich könnte kotzen“. Dabei war das Verschieben nicht kurzfristig, ich wusste von Anfang an, dass für heute dieses Risiko besteht.

Offensichtlich ist in mir im Mindesten „alles kann und nichts soll fehlen“!

Die „freie“ Zeit habe ich jetzt genutzt um ein wenig zu jammern.

Freue mich ab jetzt auf mein nächstes Date – und bereite mich darauf vor endlich mit Yoko zu reden.

Auch wenn ich weit von dem entfernt bin, was dieser Künstler mit diesem Stück ausdrückt geht es mir doch manchmal wie beschrieben

 Der Weg

Ich kann nicht mehr seh’n
Trau nicht mehr meinen Augen
Kann kaum noch glauben
Gefühle haben sich gedreht
Ich bin viel zu träge
Um aufzugeben
Es wär‘ auch zu früh
Weil immer was geht

Wir waren verschwor’n
Wär’n füreinander gestorben
Haben den Regen gebogen,
Uns vertrauen gelieh’n
Wir haben versucht
Auf der Schußfahrt zu wenden
Nichts war zu spät
Aber vieles zu früh

Wir haben uns geschoben
Durch alle Gezeiten
Haben uns verzettelt,
Uns verzweifelt geliebt
Wir haben die Wahrheit
So gut es ging verlogen
Es war ein Stück vom Himmel,
Dass es dich gibt

Du hast jeden Raum
Mit Sonne geflutet
Hast jeden Verdruß
Ins Gegenteil verkehrt

Nordisch nobel
Deine sanftmütige Güte
Dein unbändiger Stolz
Das Leben ist nicht fair

den Film getanzt
In einem silbernen Raum
Vom goldenen Balkon
Die Unendlichkeit bestaunt
Heillos versunken, trunken
Und alles war erlaubt
Zusammen im Zeitraffer
Mittsommernachtstraum

Du hast jeden Raum
Mit Sonne geflutet
Hast jeden Verdruß
Ins Gegenteil verkehrt

Nordisch nobel
Deine sanftmütige Güte
Dein unbändiger Stolz
Das Leben ist nicht fair

Dein sicherer Gang
Deine wahren Gedichte
Deine heitere Würde
Dein unerschütterliches Geschick

Du hast der Fügung
Deine Stirn geboten
Hast ihn nie verraten
Deinen Plan vom Glück
Deinen Plan vom Glück

Ich gehe nicht weg
Hab‘ meine Frist verlängert
Neue Zeitreise
Offene Welt
Habe dich sicher
In meiner Seele
Ich trage dich bei mir
Bis der Vorhang fällt
Ich trag dich bei mir
Bis der Vorhang fällt

Herbert Grönemeyer

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